Häufige Fragen zur Präanalytik.
Nach Themen und Produkten sortiert. Jede Antwort nennt die Quelle, aus der ihre Zahl stammt – wo es keinen Beleg gibt, steht hier keine Frage.
Identifikation von Patienten & Proben
Gemessen wurden 143 solcher Fälle unter 1.394.862 Proben aus 39 Transfusionsdiensten in neun Ländern. Aufgeschlüsselt nach Abnahmeort sind das 1,23 Fälle je 10.000 Proben in der Notaufnahme, 0,71 auf Station und 0,24 in der ambulanten Abnahme (Dunbar et al., Transfusion 2021). Die ambulante Abnahme ist damit der sicherste der drei Orte, nicht der gefährlichste. Alle drei Werte sind Untergrenzen: Auffällig wird der Fehler überwiegend erst bei der Transfusionsvorbereitung, und eine Verwechslung zwischen zwei Patienten derselben Blutgruppe fällt nie auf.
Quelle: WBIT-Rate je Abnahmeort (BEST Collaborative) ↗ – Herleitung und Sicherheitsgrad unter Quellen & Methodik.
Drei voneinander unabhängige Messungen kommen auf denselben Wert. Barcode-gestützte Patientenidentifikation bei der Abnahme senkte die Etikettier- und Identifikationsfehler von 5,45 auf 3,2 je 10.000 Proben, also um 41 Prozent (Am J Clin Pathol 2010). Ein kombiniertes Barcode- und Order-Entry-System senkte sie ebenfalls um 41 Prozent (Simpson 2001). Und in einem ambulanten Abnahmezentrum sank die Fehlerrate nach Einführung automatischer Röhrchenetikettierung um 43 Prozent (PLOS One 2016, rund 30 Millionen Proben über zehn Jahre). Der Umkehrschluss gehört dazu: Rund 59 Prozent bleiben. Kein System verhindert alle Fälle, und genau mit diesem Wirkungsgrad rechnet der Potenzialrechner – nicht mit 100 Prozent.
Quelle: Positive Patient ID Phlebotomie ↗ · Barcode + Order-Entry gegen Etikettfehler (Simpson 2001) ↗ · Automatische Etikettierung im Abnahmezentrum (Taiwan 10 J.) ↗ – Herleitung und Sicherheitsgrad unter Quellen & Methodik.
Weil dort meist kein Laborpersonal abnimmt und etikettiert. Untersuchungen zeigen bei Blutentnahmen durch Nicht-Laborpersonal eine zwei- bis viermal höhere präanalytische Fehlerrate als bei geschultem Laborpersonal. Der Potenzialrechner bildet das ab: Für Privatlabore, deren Proben überwiegend aus Arztpraxen kommen, ist der Anteil der Etikettfehler höher hinterlegt als für Krankenhauslabore, deren Einsender interne und damit schulbare Kollegen sind.
Quelle: Präanalytik-Fehler nach Personal ↗ – Herleitung und Sicherheitsgrad unter Quellen & Methodik.
Überwiegend ja. In einer Auswertung von über 800.000 Abnahmen erforderten rund 84 Prozent der abgelehnten Proben eine Neuabnahme; nur etwa 16 Prozent ließen sich anders lösen – durch Verdünnung, ein zweites bereits vorhandenes Röhrchen oder einen Teilbefund. Die Ablehnungsquote selbst lag bei 1,0 Prozent stationär, 0,35 Prozent ambulant und 1,97 Prozent in der Notaufnahme. Ambulant ist eine Neuabnahme oft gar nicht möglich, weil der Patient längst gegangen ist; dort wird häufiger mit einem Vermerk befundet (Lippi und Simundic 2017).
Quelle: Neuabnahme vs. Befund-Vermerk (Karcher/Lehman 2014; Lippi & Simundic 2017) ↗ – Herleitung und Sicherheitsgrad unter Quellen & Methodik.
Hier werden zwei verschiedene Größen vermischt. Bei den FEHLERN sind rund 60 bis 70 Prozent präanalytisch: gemessen 68,2 Prozent (1997) und 61,9 Prozent (2007), bestätigt durch spätere Übersichtsarbeiten (Plebani und Carraro). Bei der ZEIT ist die Präanalytik ebenfalls der größte Block, dort aber mit rund 56 bis 62 Prozent der Durchlaufzeit (Bhatt et al. 2019). Die häufig zitierten 75 Prozent umfassen prä- und postanalytische Fehler zusammen, also alles außerhalb der eigentlichen Messung – als reine Präanalytik-Zahl überzeichnen sie.
Quelle: Präanalytik-Fehleranteil (Plebani/Carraro; Lin 2025) ↗ · Bhatt et al. 2019 ↗ – Herleitung und Sicherheitsgrad unter Quellen & Methodik.
Dann bleibt es Handarbeit – und das ist keine Panne, sondern eine Auslegungsfrage. Der GTL100 verarbeitet Kunststoffröhrchen mit 13 bis 16 Millimeter Durchmesser und 75 bis 100 Millimeter Länge. Alles außerhalb dieser Maße wird weiter von Hand beklebt; das Etikett dafür kommt aus einem der Desktop-Drucker. Wie groß dieser Anteil in Ihrem Haus ist, sehen wir uns im Discovery Workshop an Ihrem Materialkatalog an, statt ihn hier zu schätzen.
Nachzulesen in der Produktübersicht des Bereichs.
Dann ändert sich an ihr nichts. Die automatische Etikettierung wirkt dort, wo Ihr eigenes Haus beklebt – was ein Einsender vorbereitet hat, läuft unverändert weiter. Der Potenzialrechner rechnet deshalb auch nur mit dem selbst beklebten Anteil Ihrer Proben und nicht mit allen. Für fremd beklebte Röhrchen mit schlecht lesbarem Barcode bleibt die Nacharbeit, die es heute schon gibt.
Nachzulesen in der Quellen & Methodik.
Dann läuft der Ablauf so weiter wie heute: Etikett drucken, von Hand aufkleben. Das Gerät ist keine Voraussetzung dafür, dass Proben angenommen werden können – es nimmt einen Handgriff ab, es ersetzt keinen Prozess. Eine Störquelle weniger gibt es dabei ohnehin: Ohne Thermotransferband entfällt der Bandwechsel mitten im Stapel. Für den Fall der Fälle gilt: drei Jahre Bring-in-Garantie und GoDex-Standardsupport an Werktagen von 8 bis 12 und von 13 bis 17 Uhr – telefonisch, per Mail und bei Bedarf per Fernwartung. Zwei Grenzen nennen wir gleich mit: Bring-in heißt, dass das Gerät zur Reparatur eingeht, ein Leihgerät ist darin nicht enthalten; und der Support deckt Werktage ab, nicht den Nacht- oder Wochenenddienst.
Zum Bereich: Patienten- & Probenidentifikation
Probentransport mit Rohrpost & AirLab
Weniger, als man vermutet – und wir rechnen deshalb im Standard nichts dafür. Die Blutentnahme dominiert: Wird statt über den frisch gelegten Zugang direkt punktiert, sinkt die Hämolyse um rund 84 Prozent (Meta-Analyse über elf Studien, Risikoverhältnis 0,16). Für den Transport dagegen findet die am häufigsten zitierte Untersuchung keinen Unterschied zwischen Rohrpost und Botengang (13,6 gegenüber 13,1 Prozent). Der Potenzialrechner setzt die transportbedingte Reduktion deshalb ab Werk auf null; sie rechnet erst, wenn ein Labor an seiner eigenen Anlage eine gemessene Differenz mitbringt. Was eine Anlage sehr wohl beeinflusst, ist die Zusatzbelastung durch falsche Auslegung: Zellschäden steigen messbar erst ab etwa 6 Metern pro Sekunde oder 250 Metern Strecke – eine gebremste, einstellbare Anlage bleibt darunter.
Quelle: Phelan et al. 2016 – Rohrpost und Hämolyse ↗ · Hämolyse entsteht bei der Abnahme (LMBP-Meta-Analyse) ↗ · Rohrpost-Transportzeit (Lit.) ↗ – Herleitung und Sicherheitsgrad unter Quellen & Methodik.
Meistens ja, aber gestuft. Eine installierte Rohrpost deckt typischerweise die Hauptstationen ab, selten die gesamte Liegenschaft: Außenstellen, ferne Bauteile und Spezialbereiche bleiben oft manuell. Der Potenzialrechner fragt deshalb nach dem Abdeckungsgrad und rechnet nur mit dem Rest – der Bestand wird abgezogen, nicht mitverkauft. Zwei Dinge hängen zusätzlich am Hersteller der vorhandenen Anlage: Der Einzeltransport AirLab lässt sich an jede Anlage koppeln, die automatische Entladestation dagegen nur an eine Aerocom-Anlage.
Quelle: Rohrpost-Transportzeit (Lit.) ↗ · Projektdaten/Erfahrungswerte – Herleitung und Sicherheitsgrad unter Quellen & Methodik.
Das lässt sich an öffentlichen Vergabeunterlagen ablesen. Für die vollständige Erneuerung einer bestehenden Anlage am Klinikum rechts der Isar – 194 Sende- und Empfangsstationen, 91 Weichen und rund 645 Meter Fahrrohr, wobei die vorhandenen Rohre liegen bleiben – lief der Auftrag von Mai 2026 bis September 2027, also knapp 16 Monate. Kleiner und schneller geht es auch: Am Klinikum Bogenhausen wurde eine Bestandsanlage um 20 Stationen und 1.200 Meter erweitert und mit einem Erweiterungsbau verbunden, dafür waren 100 Tage angesetzt. Entscheidend ist, was diese Zahlen bedeuten und was nicht: Sie sagen, wie lange die ausführende Firma im Haus ist – nicht, wie lange bei Ihnen etwas stillsteht. Gearbeitet wird abschnittsweise. Was für Ihr Haus gilt, hängt an Gebäude und Streckenführung und ist am Ende eine Frage an den Hersteller, nicht an eine Statistik.
Quelle: Rohrpost-Planung: Bauzeit und Auslegung (amtlich) ↗ – Herleitung und Sicherheitsgrad unter Quellen & Methodik.
Der Hersteller nennt ein bis zu 50 Prozent effizienteres Hülsen-Handling. Publizierte Sekundenwerte gibt es dazu nicht, und das sagen wir offen. Der Potenzialrechner setzt deshalb einen Erfahrungswert an: rund 20 Sekunden je Hülse für Entnehmen, Öffnen, Entleeren und Zurückschicken. Dieser Wert ist als Annahme gekennzeichnet und lässt sich im Workshop mit der Stoppuhr überprüfen.
Quelle: Auto-Entladestation (Aerocom) ↗ · Projektdaten/Erfahrungswerte – Herleitung und Sicherheitsgrad unter Quellen & Methodik.
Nein. Die Fachliteratur beschreibt sie als geschlossene Probenannahme: Die Rohrpost gibt Proben direkt in den Schüttgut-Eingang der Laborautomation, herstellerunabhängig und ohne Kartuschen (Clinical Chemistry and Laboratory Medicine 2016). Bei uns übernimmt das die automatische Entladestation; der Einzeltransport AirLab bindet einzelne Röhrchen sogar ganz ohne Büchse an.
Quelle: Automatisierte Anlieferung/TLA (Lit.) ↗ – Herleitung und Sicherheitsgrad unter Quellen & Methodik.
Dann geht der Weg wieder zu Fuß. Die Rohrpost ersetzt den Botengang, sie schafft ihn nicht ab – das ist beim Notbetrieb ein Vorteil, weil niemand einen Ablauf neu erfinden muss. Innerhalb der Anlage ist außerdem jede Sendung verfolgbar, wo eine Büchse hängt, ist also nachvollziehbar. Was eine Störung im Einzelfall bedeutet, wie schnell sie behoben ist und ob Ihre Auslegung zweite Wege vorsieht, gehört in die Anlagenplanung Ihres Hauses; dafür gibt es keine allgemeine Zahl, und wir nennen hier keine.
Nachzulesen in der Produktübersicht des Bereichs.
Dann fährt sie nicht. Welche Probenarten ausgenommen bleiben, legt Ihr Labor fest – das ist eine fachliche Entscheidung und keine Geräteeinstellung. Für alles andere gilt: Die Transportgeschwindigkeit ist je Probenart konfigurierbar statt ab Werk festgelegt, und eintreffende Büchsen werden pneumatisch mit Gegenluft gebremst statt mechanisch gestoppt. Die Auslegung ist damit der Hebel, nicht der Verzicht auf den Transportweg.
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Mit automatischer Entladung bleibt trotzdem nichts liegen: Die Station empfängt die Büchse, öffnet den Deckel, entlädt die Proben und schickt die leere Büchse per Transponder zurück. Ohne diese Erweiterung bleibt die Büchse in der Station stehen, bis jemand sie leert. Voraussetzung ist eine vorhandene Rohrpost – die automatische Entladung ersetzt das Entladen am Ziel, nicht den Transportweg.
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Zum Bereich: Probentransport & -logistik
Management von Laboraufträgen & Proben
Die Literatur nennt sehr unterschiedliche Werte: Einzelstudien 14 bis 39 Prozent, in ressourcenschwachen Häusern über 80 Prozent. Gemessen wird dort allerdings „mindestens ein Feld unvollständig“ – daher die hohen Quoten. Für die Rechnung zählt nur der Anteil, der tatsächlich eine Rückfrage oder Korrektur auslöst; dafür sind rund 5 Prozent hinterlegt, bewusst am unteren Rand, weil die Beauftragung überwiegend elektronisch läuft und Papier die Restgröße ist.
Quelle: Anforderungsschein-Unvollständigkeit (Lit.) ↗ – Herleitung und Sicherheitsgrad unter Quellen & Methodik.
Aus gemessenen Daten eines Kundenprojekts rund 74 Prozent vollautomatisch. Die übrigen rund 26 Prozent bleiben Handarbeit, sinken assistiert aber auf etwa 20 Sekunden je Schein. Der Potenzialrechner rechnet mit diesen beiden Werten und nicht mit 100 Prozent – das war eine frühere Annahme und ist korrigiert.
Grundlage: Projektdaten/Erfahrungswerte – Herleitung und Sicherheitsgrad unter Quellen & Methodik.
In einer Auswertung über 5,5 Jahre mit 880.359 Nachforderungen lag der Anteil bei 3,3 Prozent des Testvolumens. 87,3 Prozent dieser Nachforderungen treffen innerhalb von 8 Stunden ein, 96,8 Prozent innerhalb von 24 Stunden – die Probe liegt dann bereits im Archiv oder im Kühlschrank und muss zuerst gefunden werden (Nelson et al. 2015). Die Zahlen stammen aus einer einzelnen US-Universitätsklinik und sind auf mitteleuropäische Verhältnisse nur eingeschränkt übertragbar.
Quelle: Nelson et al. 2015 – Add-on-Testing (BMC Clin Pathol) ↗ – Herleitung und Sicherheitsgrad unter Quellen & Methodik.
Im Krankenhaus liegt der US-Median bei rund 37 Prozent, mit Ausreißern bis etwa 50 Prozent; ab rund 30 Prozent gilt die Steuerung als kippend, weil dann fast alles eilig ist und die Priorisierung ihren Sinn verliert (Lippi und Plebani 2012). Ambulante Routine liegt weit darunter. Der Potenzialrechner startet konservativ mit 25 Prozent für Krankenhauslabore und 2 Prozent für Privatlabore.
Quelle: STAT-Anteil-Literatur ↗ – Herleitung und Sicherheitsgrad unter Quellen & Methodik.
Belegt ist die Richtung, nicht ein exakter Wert. Strukturierte Eil-Triage gilt als anerkannter Hebel in der präanalytischen Phase, und Feldberichte zeigen eine deutliche prozentuale Verkürzung der präanalytischen Eilproben-Zeit durch Priorisierung. Einen belastbaren Minutenwert für mitteleuropäische Labore gibt es dazu nicht; der Potenzialrechner setzt deshalb einen Wert am unteren Rand an und weist ihn als Annahme aus. Was es in Ihrem Labor bedeutet, rechnet der Potenzialrechner weiter unten mit Ihren eigenen Zahlen.
Quelle: STAT-Vorreihung / Triage-TAT ↗ – Herleitung und Sicherheitsgrad unter Quellen & Methodik.
Eine Prozess-Vermessung in 35 Laboren kommt auf 13,4 Prozent der Routine- und 11,5 Prozent der Eilproben in der Klinischen Chemie (Perrotta et al. 2020). Der Wert ist eher eine Untergrenze: Erfasst wurde nur der Weg zum eigenen Chemie-Analysegerät, Aliquote für Fremdversand, Archiv oder Biobank fehlen darin. Einen mitteleuropäischen Wert und eine Aufteilung nach Krankenhaus- und Privatlabor gibt es nicht.
Quelle: Perrotta et al. 2020 – Aliquotier-Anteil (CAP Q-Probes) ↗ – Herleitung und Sicherheitsgrad unter Quellen & Methodik.
Dann rät niemand. Was die Erkennung nicht eindeutig auflöst, geht in das Order-Entry-Backup: Der Fall wird vorgelegt statt durchgewunken, und korrigiert wird vor der Übergabe ans LIS – nicht danach im Befund. Zusätzlich läuft vor jeder Übergabe eine Plausibilitätsprüfung. Die Rückfrage beim Einsender verschwindet dadurch nicht, sie wird zur Ausnahme statt zur Tagesarbeit.
Nachzulesen in der Produktübersicht des Bereichs.
Sie muss nicht nach vorn geschoben werden. Die Probenflusssteuerung reiht Eilproben anhand des Auftrags vor und steuert den Sorter entsprechend; die Middleware schleust Notfallproben zusätzlich aktiv aus. Die Absprache im Team ersetzt das nicht – aber die Vorreihung hängt nicht mehr daran, wer den Aufkleber gerade sieht.
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Dann bringt die Auftragsdigitalisierung wenig – und der Potenzialrechner sagt das von selbst. Ist die Beauftragung nahezu vollständig elektronisch, setzt er die Posten für Abtippen und Scheinrückfragen auf null, statt eine Ersparnis auszuweisen, die es nicht gibt. Unabhängig davon bleibt die Steuerung: Vorreihung von Eilproben, Erkennen von Abweichungen am Laboreingang und der Weiterbetrieb, wenn das führende System langsam wird.
Nachzulesen in der Quellen & Methodik.
Ein neues Scheinformat lernen Sie selbst ein – dafür braucht es weder ein Projekt noch einen Technikertermin. Wenn Sie möchten, begleitet Sie das Customer-Service-Team von STIWA dabei. Das ist der Punkt, an dem sich ein Privatlabor mit wechselnden Einsendern entscheidet: Formate, die nur Sie kennen, müssen Sie auch selbst pflegen können.
Nachzulesen in der Produktübersicht des Bereichs.
Zum Bereich: Auftrags- & Probenmanagement
Registrierung, Sortierung & Zentrifugation von Proben
In einer Untersuchung sanken nach Einführung eines automatischen Sortierers die abgelehnten Proben von 0,4 auf 0,2 Prozent und die nicht durchgeführten Tests von 4,5 auf 1,4 Prozent. Die manuelle präanalytische Fehlerrate liegt bei rund 0,44 Prozent; das ist auch der Ausgangswert, mit dem der Potenzialrechner die Sortierfehler ansetzt.
Quelle: Automatisches Tube-Sorting (Lit.) ↗ – Herleitung und Sicherheitsgrad unter Quellen & Methodik.
Die Normvorgabe lautet: Serum beziehungsweise Plasma sollen innerhalb von 2 Stunden nach der Abnahme von den Blutzellen getrennt werden (CLSI GP44 beziehungsweise PRE04). Kalium ist bei Raumtemperatur rund 4 Stunden stabil; kritisch ist vor allem die Kombination aus Verzögerung und Kälte. Wie viele Proben diese Grenze in einem Labor tatsächlich reißen, sagt die Norm nicht – das ist eine Messung im eigenen Haus und keine Literaturzahl. Deshalb steht dafür im Rechner bewusst kein Vorgabewert.
Quelle: CLSI GP44-A4 / PRE04 (Probenstabilität) ↗ – Herleitung und Sicherheitsgrad unter Quellen & Methodik.
Für vollautomatisierte Laborstraßen ist das gemessen: Eine Auswertung mit Zeit- und Bewegungsstudien vor und nach der Einführung nennt zweieinhalb Vollzeitstellen weniger im Testpersonal und 82 Prozent weniger Hands-on-Zeit bei den Nachforderungen, eine zweite rund 30 Prozent weniger Personal bei 27 Prozent mehr Probenvolumen. Ein Sortierer ist ein Teilschritt einer solchen Straße und nicht dasselbe – diese Zahlen sind der Rahmen des Möglichen, nicht unser Versprechen. Was in Ihrem Labor frei wird, rechnet der Potenzialrechner weiter unten mit Ihren eigenen Zahlen.
Quelle: Automatisierte Anlieferung/TLA (Lit.) ↗ · Dynamisches Load-Balancing / Stau-Umfahrung (Middleware) ↗ – Herleitung und Sicherheitsgrad unter Quellen & Methodik.
Weil Wartezeit der Probe keine Arbeitszeit von Menschen ist. Während eine Probe darauf wartet, dass das Zentrifugenbucket voll wird, arbeitet niemand an ihr; diese Minuten mit den Personalkosten je Stunde zu multiplizieren würde eine Ersparnis erfinden, die es nicht gibt. Der Rechner führt deshalb zwei getrennte Uhren: Geld hängt ausschließlich an tatsächlicher Arbeitszeit, die Durchlaufzeit ausschließlich an der Zeit der Probe. Dieselbe Minute darf auf beiden Uhren stehen – bewertet werden dann zwei verschiedene Dinge.
Nachzulesen in der Quellen & Methodik.
Dann wird die Probe ausgeschleust, nicht geraten. Der Sorter hat dafür ein eigenes Fach: Was er nicht eindeutig registrieren kann, landet dort und kommt zu Ihnen – statt falsch einsortiert in der Analytik aufzulaufen, wo derselbe Fehler erst Stunden später auffällt und dann teurer ist. Zur Registrierung liest er den Barcode und zusätzlich die Kappenfarbe über ein eigens entwickeltes Spektrometer; die Kappenfarbe ergänzt die Identifikation, sie ersetzt sie nicht. Wie viel im Ausschleusfach landet, ist dabei keine Eigenschaft des Geräts, sondern eine Frage der Probenqualität: Wie sauber die Etiketten sitzen und wie korrekt die Proben ankommen, entscheidet über die Menge. Eine allgemeine Quote nennen wir deshalb nicht – der Hebel dafür liegt am Anfang der Kette, bei der Beschriftung.
Nachzulesen in der Produktübersicht des Bereichs.
Entscheidend ist die Bauform, nicht die Marke: Der Schüttgutsortierer verarbeitet gängige zylindrische Primärröhrchen herstellerunabhängig und erkennt sie sensorisch über ihre Maße plus die Kappenfarbe – von den schmalen Hämatologie- und Gerinnungsröhrchen bis zu den großvolumigen für Urin und Spezialtests. Die unterstützten Formate stehen in der technischen Spezifikation des ATRAS R4. Drei Bedingungen muss ein Röhrchen erfüllen: Es muss fest verschlossen sein, die Kappe muss aus festem Kunststoff bestehen (reine Gummikappen sind ausgeschlossen), und es muss formstabil und frei von klebrigen Rückständen sein – ein schlecht sitzendes Etikett stört den Transport im Gerät. Was diese Bedingungen nicht erfüllt, gehört nicht ins Schüttgut, sondern an den Handarbeitsplatz.
Nachzulesen in der Produktübersicht des Bereichs.
Die Rückfallebene ist der Handarbeitsplatz. Bei der Sorter-Middleware LabConnect ist er ausdrücklich als Backup bei Hardware-Problemen vorgesehen – also nicht als Notlösung, die im Ernstfall erst erfunden wird. Was das für Ihr Haus bedeutet, hängt an zwei Dingen, die wir nicht pauschal zusagen: an Ihrem Servicevertrag mit dem Hersteller und daran, wie viele Proben in dieser Zeit anfallen. Beides gehört in den Discovery Workshop und nicht in eine allgemeine Zahl.
Nachzulesen in der Übersicht der STIWA-Module.
Dafür gibt es einen eigenen Weg ins Gerät: Der ATRAS R4 hat einen separaten STAT-Eingang, über den eine dringende Probe eingespeist wird, ohne sich hinter dem Schüttgut anzustellen. Auch die kontinuierliche Zentrifugation arbeitet nach dem First-in-first-out-Prinzip mit zusätzlicher Vorreihung von Eilproben. Der Handgriff bleibt bei Ihnen – der Weg dahinter ist vorgesehen und muss nicht jedes Mal organisiert werden.
Nachzulesen in der Produktübersicht des Bereichs.
Zum Bereich: Registrierung, Sortierung & Zentrifugation
Vernetzung von Präanalytik, LIS & Laborautomation
Nein – und das ist der ehrlichere Teil der Antwort. Automatisierung kappt vor allem die Ausreißer: In einer Untersuchung sank der Anteil der Proben mit mehr als 60 Minuten Durchlaufzeit von 11 auf 5 Prozent. Ist aber die Personaldecke oder die Öffnungszeit der eigentliche Engpass, glättet Automatisierung die Spitze nicht; die Durchlaufzeit in der Spitze kann dann sogar steigen. Wo dieser Fall vorliegt, hilft kein Gerät weiter, und wir sagen das im Gespräch.
Quelle: Dynamisches Load-Balancing / Stau-Umfahrung (Middleware) ↗ – Herleitung und Sicherheitsgrad unter Quellen & Methodik.
Nein. Die Eingaben bleiben ausschließlich lokal in Ihrem Browser, damit Ihre Auswahl beim Zurückkommen noch da ist. Es gibt keine Anmeldung, kein Formular, das Daten an einen Server sendet, und keine Cookies zu Analyse- oder Marketingzwecken. Auch das Ergebnis-Dokument wird auf Ihrem Gerät erzeugt und nicht auf einem Server.
Nachzulesen in der Datenschutzerklärung.
Jeder Wert ist mit Quelle und Sicherheitsgrad ausgewiesen: validiert für gemessene oder Kundendaten, plausibel für literaturbelegte Werte, Annahme für Erfahrungswerte und offen, wo es keine Basis gibt. Erfahrungswerte werden ausdrücklich als Annahme gekennzeichnet und nicht als belegt ausgegeben. Die vollständige Liste mit der Herleitung je Wert steht unter Quellen und Methodik.
Nachzulesen in der Quellen & Methodik.
Nein. Was ein System kostet, hängt vom Zuschnitt der Anlage ab – Gebäude, Streckenführung, Probenzahl und die Systeme, die bereits im Haus stehen. Deshalb steht hier kein Preis und keine pauschale Amortisationsdauer. Der Potenzialrechner rechnet ausschließlich Einsparpotenziale aus Ihren eigenen Angaben, keine Anschaffungskosten.
Zum Bereich: Lab Ecosystem
Fragen zu einzelnen Produkten.
Antworten des jeweiligen Herstellers, sinngemäß übernommen – die Fundstelle steht unter jeder Liste.
LabScanAuftrags- & Probenmanagement
Nein. Laut STIWA arbeitet LabScan mit den gängigen Dokumentenscannern; eine Liste bevorzugter Geräte gibt es auf Anfrage. Ein Speziallesegerät müssen Sie also nicht mitbestellen.
Wenn ein Einsender die Anforderung ausschreibt, statt sie anzukreuzen, übersetzt LabScan sie und übergibt dem LIS das passende Anforderungskürzel. Welche Formulierung zu welchem Kürzel führt, steht in einem frei konfigurierbaren Regelwerk.
Laut STIWA ist die Zahl nicht begrenzt – der Umgang mit vielen unterschiedlichen Laboranforderungsscheinen ist ausdrücklich die Stärke des Systems. Einschränkungen bei Design oder Inhalt der Belege nennt der Hersteller keine.
Ja. Der modulare Aufbau erlaubt, dass LabScan die Anforderungsscheine nur erfasst, digitalisiert und die Daten strukturiert ans LIS übergibt. Alles Weitere bleibt dort, wo es heute läuft.
LabScan wird in Ihre IT-Infrastruktur eingebaut: Installation auf Server und Datenbank in Abstimmung mit Ihrer IT, Systemkonfiguration, eine gesicherte Schnittstelle zum LIS, danach Systemtests und Schulungen. Wie groß der Projektaufwand insgesamt ist, steht auf dieser Seite unter „Integration & IT“.
Einen Listenpreis gibt es nicht. Laut STIWA ist die Lösung modular aufgebaut, die Kosten skalieren also mit der Ausbaustufe; welche Stufe für Ihr Haus sinnvoll ist, wird gemeinsam bewertet. Für LabFlow gilt dasselbe Prinzip.
Angaben des Herstellers, sinngemäß übernommen – Häufige Fragen zu LabScan · stiwa.com ↗ · Zur Produktkarte
LabFlowAuftrags- & Probenmanagement
Nein. Für die tägliche Arbeit ist LabFlow eine Webanwendung und lässt sich auf jedem PC im Labor aufrufen. Installiert wird nur im Hintergrund – Server und Datenbank, in Abstimmung mit Ihrer IT.
Ja, das ist vorgesehen: Laut STIWA lassen sich LabFlow-Funktionen im Hintergrund nutzen – gedacht für Häuser, in denen das Arbeiten in mehreren Programmen weder gewünscht noch sinnvoll ist. Welche Funktionen das sind, hängt an der Ausbaustufe.
Angaben des Herstellers, sinngemäß übernommen – Häufige Fragen zu LabFlow · stiwa.com ↗ · Zur Produktkarte
LabReportAuftrags- & Probenmanagement
Nichts zusätzlich: Laut STIWA ist LabReport bereits im Basispaket enthalten.
Ja. LabReport stellt die zeitlich bedingte Auslastung dar und hält fest, wann Problemproben und unklare Anforderungsscheine eingetroffen sind und von welchem Einsender sie stammen. Damit lässt sich der Probenfluss an der tatsächlichen Tageslast ausrichten.
In Ihren eigenen Datenbanken. Laut STIWA speichert LabReport die präanalytischen Qualitätsdaten dort; gelöscht werden sie nach Bedarf und nach dem Zeitplan, den Sie festlegen.
Ja. Laut STIWA nutzen viele Kunden diese Möglichkeit und werten die präanalytischen Daten anschließend im bestehenden Data Warehouse laborübergreifend aus.
Angaben des Herstellers, sinngemäß übernommen – Häufige Fragen zu LabReport · stiwa.com ↗ · Zur Produktkarte